Ich bin Diakonin, Gemeindepädagogin und Jugendleiterin
Als Diakonin, Gemeindepädagogin und Jugendleiterin arbeite ich in einer Kirchengemeinde in Essen. Meine Tage sind sehr abwechslungsreich und drehen sich vor allem rund um die Planung, Durchführung und Nachbereitung von Angeboten für junge Menschen. Genau diese Abwechslung macht für mich aber auch den Reiz der Arbeit aus.
Ein großer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Organisation und Begleitung von Freizeiten und Schulungsangeboten für Jugendliche über das gesamte Jahr hinweg. Darunter beispielsweise Konfirmand_innenfreizeit, regelmäßig stattfindende Angebote im Gemeindealltag, Schulungsangebote für Teamer_innen, die Konfi-Samstage und die monatlichen „Bibel live“-Treffen. In meinem Berufsalltag spielen Haltung, Inklusion, Engagement und soziales Miteinander eine zentrale Rolle. Mein Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen sich junge Menschen wertgeschätzt, angenommen und willkommen fühlen. Besonders erfüllend ist für mich die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen und die Begleitung von Gruppenprozessen, vor allem auch auf Freizeiten. Weit weg vom Alltag erleben Jugendliche Gemeinschaft intensiv, können Neues ausprobieren und an Selbstvertrauen gewinnen.
Studiert habe ich im Gemeindepädagogik und Diakonie sowie Soziale Arbeit im Doppelbachelor. Das Studium hat mich sowohl fachlich als auch persönlich auf meinen Beruf vorbereitet. Auf theoretischer Ebene hilft mir das Wissen aus den Seminaren zu Bibelkunde und Exegese sowie aus der Auseinandersetzung mit der Lebensphase Jugend dabei, meine inhaltlichen Angebote zielgruppengerecht zu gestalten. Auf praktischer Ebene waren insbesondere Seminare zu Gruppendynamik hilfreich, in denen ich Methoden und Kooperationsübungen kennengelernt habe, die Gruppenprozesse fördern und begleiten. Auch die Praxisphase und das Praxisreflexionsseminar haben mich geprägt, vor allem im Hinblick auf Selbstreflexion und Kommunikationsfähigkeit. Parallel zum Studium habe ich im Martineum e.V. in Witten die Ausbildung zur Diakonin absolviert, was meine Glaubensentwicklung und meine persönliche Haltung nachhaltig gestärkt hat.
Wenn ich an meine Studienzeit zurückdenke, erinnere ich mich besonders gern an die familiäre Atmosphäre an der EvH Bochum und den engen Austausch mit Dozierenden und Mitstudierenden. Rückblickend würde ich den Studiengang auf jeden Fall weiterempfehlen, da dieser mich nicht nur fachlich, sondern vor allem auch persönlich sehr geprägt hat.
Charlotte Main
Diakonin, Gemeindepädagogin und Jugendleiterin